Hal­lo­ween und Samain. His­to­ri­zität, Wicca und Satanismus

Das heute in den USA, Irland und Schott­land, immer häu­figer jedoch auch in Deutsch­land began­gene Hal­lo­ween (Eng­lisch. Hel­lo­ween; Irisch: Oíche Shamhna) soll in der Tra­di­tion mit dem aus den iri­schen Sagen und Legenden über­lie­ferten Samain-Fest stehen.

Es wird am 31. Oktober, d.h. dem Vor­abend von Samain gefeiert[1], [2]. Im modernen Irisch finden sich bis heute die Begriffe „mí na Samhna“ (Monat November) bzw. „Sam­hain“ (November).

Iri­sche Vor­läufer von Halloween

Samain fällt mit dem katho­li­schen Aller­heiligen (All Hal­lows) zusammen. Das christ­liche Fest soll dabei Funk­tionen des kel­ti­schen Festes über­nommen haben[3], [4] . Dabei bezieht sich Hal­lo­ween auf den Abend vor Aller­hei­ligen, also auf All Hal­lowsʼ Eve.

Für Irland und Eng­land ist das Aller­hei­li­gen­fest am 1. November erst­mals für die Mitte des 8. Jahr­hun­derts belegt[5], [6]. Unklar ist, welche Ele­mente eines ursprüng­lich heid­ni­schen Festes nicht durch das Chris­tentum über­la­gert wurden.

© 2022 — Cri­tical News — Hal­lo­ween­an­gebot in Irland

Bezüge zum Toten­reich erst mit­tel­al­ter­li­chen Ursprungs?

Da die frü­hesten iri­schen Über­lie­fe­rungen von christ­li­chen Mön­chen nie­der­ge­schrieben wurden und die ältesten Bräuche aus deut­lich spä­terer Zeit über­lie­fert sind, kann eine unun­ter­bro­chene Tra­di­tion bis in eine kel­ti­sche Zeit nicht belegt werden. Gerade der heute in den „kel­ti­schen“ Län­dern übliche Kel­ten­be­griff [7], [8], [9] ist unge­mein schil­lernd und kann am ehesten die lin­gu­is­ti­sche Gemein­sam­keiten für sich in Anspruch nehmen, denn vie­ler­orts sind die als „kel­tisch“ eti­ket­tierten kul­tu­rellen Bräuche und Errun­gen­schaften wesent­lich jün­geren Ursprungs als sie vor­der­gründig zu sein scheinen[10].So ist etwa auch die „kel­ti­sche Musik“ Irlands oder Schott­lands kei­nes­wegs bis in ein „kel­ti­sches Mit­tel­alter“ zurück zu ver­folgen[11]. Die Vor­stel­lung eines alten heid­ni­schen Festes, das unter einem christ­li­chen Firnis als Hal­lo­ween bis in unsere Zeit über­dauert hat, ist wenigs­tens frag­lich[12], findet sich jedoch bereits in dem bekannten Werk „The Golden Bough“ von Sir James George Frazer (1854–1941) ent­spre­chend ange­deutet[13]. Erwäh­nens­wert ist an dieser Stelle auch ein Auszug aus der Wikipedia:

„Die frü­here For­schung ver­mu­tete den ältesten Hin­weis auf das Sam­hain-Fest im schwer zu deu­tenden Kalender von Coligny aus dem 1. Jahr­hun­dert n. Chr., dort als ein Fest des Som­me­rendes (kel­tisch samos, gälisch sam­huinn für „Sommer“), oder zurück­ge­hend auf das iro­gä­li­sche Wort für Ver­samm­lung, samain.[7]. Diese Ver­mu­tung wird wis­sen­schaft­lich nicht mehr ver­treten. Ein angeb­li­cher Toten­gott Sam­hain ist his­to­risch nicht nach­weisbar. Erst in deut­lich spä­teren, mit­tel­al­ter­li­chen Schriften über die Gebräuche der Kelten wird auf einen Bezug zum Toten­reich hin­ge­wiesen. Diese sind bereits intensiv christ­lich beein­flusst“[14]

„Kelten“ keine Eigen­be­zeich­nung der alten Iren

Übri­gens geht die Benen­nung der alten Iren als Kelten bereits auf George Buchanan (lebte von 1506 bis 1582) zurück[15]. Im archäo­lo­gi­schen Sinne kann man in Irland erst seit dem zweiten[16] oder dritten Jahr­hun­dert vor Christus von einer kel­ti­schen Kultur spre­chen, die mit der kon­ti­nen­talen Latène­kultur (in Abgren­zung zur älteren Hall­statt­kultur, die nur in ihrer letzten Phase und ihren west­li­chen Aus­prä­gungen als kel­tisch aner­kannt wird[17]) ver­gleichbar wäre.

Fra­zers Werk und alte iri­sche Über­lie­fe­rungen, die im Rahmen des Celtic Revival (ab etwa 1830) Ver­brei­tung erlangten, haben ihren maß­geb­li­chen Ein­fluss nicht nur auf die Ent­wick­lung der modernen, zum Teil ahis­to­ri­schen Wahr­neh­mung der Geschichte von Hal­lo­ween gehabt, son­dern auch den Neo-Paga­nismus (Neu-Hei­dentum) maß­geb­lich beeinflusst.

Samain als Fest der Neuen Hexen“

So feiern unter anderem auch Anhänger von Wicca, dem modernen Hexen­glauben, einen ihrer Hexen­sab­bats zu „Sam­hain[18], [19]. Sehr deut­lich wird etwa von Janet und Ste­wart Farrar eine scheinbar unun­ter­bro­chene Tra­di­tion der frü­hesten Über­lie­fe­rungen bis in unsere Zeit suggeriert:

„Sam­hain, like the other pagan fes­ti­vals, was so deeply rooted in popular tra­di­tion that Chris­tia­nity had to try to take it over. The aspect of com­mu­nion with the dead, and with other spi­rits, was Chris­tia­nized as Al Hallow’s, moved from its ori­ginal date of 13th May to 1st November, and extended to the whole Church by Pope Gre­gory IV in 834. But its pagan over­tones remained uncom­for­tably alive, and in Eng­land the Refor­ma­tion abolished All Hal­lows. It was not form­erly res­tored by the Church of Eng­land until 1928” [20].

Hierzu die Übersetzung:

„Sam­hain war, wie die anderen heid­ni­schen Feste, so tief in der Volks­tra­di­tion ver­wur­zelt, dass das Chris­tentum ver­su­chen musste, es zu über­nehmen. Der Aspekt der Gemein­schaft mit den Toten und anderen Geis­tern wurde als Al Hallow’s chris­tia­ni­siert, von seinem ursprüng­li­chen Datum, dem 13. Mai, auf den 1. November ver­legt und von Papst Gregor IV. im Jahr 834 auf die gesamte Kirche aus­ge­dehnt. Doch der heid­ni­sche Bei­geschmack blieb unan­ge­nehm lebendig, und in Eng­land schaffte die Refor­ma­tion All Hal­lows ab. Erst 1928 wurde es von der Kirche von Eng­land wieder eingeführt.“

Nicht alle Neu­heiden bemühen sich bei ihren Aus­füh­rungen um his­to­ri­sche Fakten. So beschreibt etwa John Mat­thews in seinem Buch „The Celtic Shaman. A Hand­book“ ein angeb­lich bis heute ver­ges­senes scha­ma­nis­ti­sches Erbe der alten Kelten[21]. Auch unter­stellt er eine angeb­lich unun­ter­bro­chene Ent­wick­lung des Samain-Festes bis in unsere Zeit. So hätten die kel­ti­schen Christen („Celtic Chris­tians“) wesent­liche Merk­male in das moderne Fest „Aller­hei­ligen“ über­nommen[22].

Sata­nisten sind keine Wicca

Neben den Neuen Hexen, deren Reli­gion meist als „Wicca“ bekannt ist, spielt Hal­lo­ween auch in sata­nis­ti­schen Kreisen eine wich­tige Rolle.

Es ist sicher kein Zufall, dass die „First Satanic Church“ von Karla LaVey, der Tochter des bekannten Sata­nisten Anton Szandor LaVey, am 31.10.1999 gegründet wurde[23], [24] und Markus „Sato­rius“ Wehrli seinen „Schwarzen Orden von Luzifer“ am glei­chen Datum ins Leben rief[25].

Lied­texte mit Satanismusbezug

Zu Hal­lo­ween 2017 sei schließ­lich die Band „Twin Temple“ im Rahmen eines sata­ni­schen Rituals gegründet worden[26].  Deren Mit­glieder seien eben­falls beken­nende Sata­nisten[27] und drü­cken diese auch durch eigene Texte aus.

Wäh­rend etwa Lieder mit Namen wie „The Devil (Didn’t Make Me Do It)” oder “Lucifer, My Love” ein­deutig einen Bezug auf Sata­nismus beinhalten, ver­weist der Titel „Sex Magick[28] klar auf Aleister Crowley und seinen bis heute unge­bro­chenen Ein­fluss auf Teile der sata­nis­ti­schen Szene. In den Texten der Band ist unter anderem von Men­schen­op­fern (z. B. „Take me as human sacri­fice“, „I’d kill to spend eter­nity / With you“), ritu­ellen Hand­lungen („don’t sacri­fice / Vir­gins for your ritual”, „I burn black candles”), Beschwö­rungen (I use the rites for invo­ca­tion„”; „Mid­night at the ceme­tery / I call on the spirit of Baron Samedi“, wobei Baron Samedi eine Gestalt aus der Voodoo-Reli­gion ist), Frau­en­feind­lich­keit („I’m sorry women are necessary / To the sur­vival of huma­nity“) sowie deut­li­cher Satans­ver­eh­rung („Sex Magick (Ave Satanas)”, „I’d never sell my soul / But I’d give it freely to you / Oh Satan / Deliver Me”) [29] die Rede.

Hal­lo­ween als höchster Fei­ertag der Satanisten

Auch die „Church of Satan“, heute geführt von Peter H. Gilmore, hebt die beson­dere Bedeu­tung von Hal­lo­ween für den modernen Sata­nismus hervor:

„Beside Wal­pur­gis­nacht, the Sol­stices and Hal­lo­ween, Anton LaVey called ever­yones own bir­thday the hig­hest holiday of Sata­nism.“[30]

Hierzu die Übersetzung:

„Neben Wal­pur­gis­nacht, den Son­nen­wend­feiern und Hal­lo­ween bezeich­nete Anton LaVey den eigenen Geburtstag als den höchsten Fei­ertag des Satanismus.“

Guido Grandt weist eben­falls darauf hin, dass Schwarze Messe meist

„in den Nächten vor hohen kirch­li­chen Fei­er­tagen statt[finden], so etwa in jenen vor Osten und vor Aller­hei­ligen (31. Oktober = Hal­lo­ween, das Fest des Biests). […]“[31]

Men­schen­opfer zum Hochfest

Eine Web­site führt die sata­ni­schen Fest­tage auf. Dabei werden für den Zeit­raum rund im Hal­lo­ween diverse große Fei­er­lich­keiten benannt, die unter anderem auch mit regel­mä­ßigen Men­schen­op­fern ein­her­gehen sollen[32].

Quelle: Aus­züge der Tabelle auf Wat­kins, Jon „Satanic Ritual Calendar” auf „expo​sing​sata​nism​.org” vom 08.01.2017. Auf­zu­rufen unter https://​www​.expo​sing​sata​nism​.org/​s​a​t​a​n​i​c​-​r​i​t​u​a​l​-​c​a​l​e​n​d​ar/, zuletzt auf­ge­rufen am 24.10.2022.

Ähn­liche Hin­weise auf sata­ni­sche Rituale rund um Hal­lo­ween finden sich auch in Anhang 2 des Buches „Jen­seits des Vor­stell­baren“ von Dr. Alison Miller, dies auch mit dem klaren Bezug „SAM­HAIN-Zeit beginnt – Aller­hei­ligen“ für den 1. November. Dabei wurden hier die all­ge­mein zu diesen Daten bekannt gewor­denen Rituale zusam­men­ge­tragen. Für den 31. Oktober lautet der Ein­trag wie folgt:

„HALLOWEEN – SAMHAIN

Blut- und Sexu­al­ri­tuale, Ver­ei­ni­gung von „Satan“, „Dämonen“ und Mit­glieder. Tie­ri­sche und mensch­liche Opfer.

Anfang des neuen Jahrs. BESCHWÖRUNG der Toten. Orgie mit Dämonen, Opfe­rung von Feinden oder Ver­räter. Opfe­rungen erfolgen durch Ver­brennen. Ein­ge­lei­tete Wehen der Brut­ma­schinen und Opfe­rung des Säug­lings durch Zer­stü­cke­lung. Ver­zehr des Fleischs und Bluts des Säug­lings und der Pla­zenta. Prak­ti­zie­rung dunkler magi­scher Rituale.“[33]

Chantal Frei (Pseud­onym), ein Opfer sata­nisch-ritu­eller Gewalt[34], äußerte sich am 24.10.2022 gegen­über dem Autor dieser Zeilen, dass sie rund um Hal­lo­ween „unruhig“ werde.

Was wir über das his­to­ri­sche Samain wissen

Machen wir nun wieder einen Sprung nach Irland und zu den mut­maß­li­chen Ursprüngen des heu­tigen Hal­lo­ween. Samain (wört­lich: samuin = „Ver­ei­ni­gung“; tra­di­tio­nelle Deu­tung sam-fuin = „Unter­gang des Som­mers“[35], [36]), d. h. die Zeit vom Son­nen­un­ter­gang des 31. Okto­bers bis zum Son­nenuntergang des 1. Novem­bers[37], [38], [39] (aidchi shamna[40]; neui­risch: Oíche Shamhna wird gemeinhin als das kel­ti­sche Neu­jahr[41] be­zeichnet, rich­tiger wäre jedoch zu sagen, es han­dele sich um die Zeit zwi­schen der dunklen ersten und der hellen zweiten Jah­res­hälfte[42].

Samain nicht nur eine Nacht

Von großer Be­deutung waren in der Tra­di­tion auch die je drei Tage, die dem Fest vor­aus­gingen bzw. nach­folgten[43]. Dies deckt sich im Übrigen mit den oben beschrie­benen Aus­zügen aus dem sata­nis­ti­schen Kalendarium.

Es heißt, dass sich die Druiden jeweils am Vor­abend von Samain bei dem Feuer von Tlachtga in der iri­schen Graf­schaft Meath treffen würden, um ihren Göt­tern zu opfern. Anläss­lich dieser Ver­samm­lung musste jedes andere Feuer im gesamten Land gelöscht werden. Wer sich am Feuer von Tlachtga ein neues Feuer ent­zünden wollte, musste dem König eine bestimmte Steuer ent­richten[44].In diesem Zusam­men­hang bemerken die Gebrüder Rees, dass die Som­mer­feuer offen­sicht­lich in Uis­nech (in der Graf­schaft West­meath), die Win­ter­feuer in Tlachtga ent­zündet wurden[45], [46], . Eben­falls eng mit Samain asso­ziert war der Hügel von Tara („Team­hair na Team­hrach“ oder „Cnoc na Team­hrach“), eben­falls in der Graf­schaft Meath.

© 2022 — Cri­tical News — das Tara der Könige im County Meath,. Auch hier habe man zu Samain Feuer entzündet.

Kamin­ge­schichten und Ein­blicke in die Zukunft

Die meisten Beschrei­bungen über Tra­di­tionen rund um Samain lassen sich nicht durch die Quellen aus früh­christ­li­cher Zeit belegen. Viel­mehr finden sich hier viele jün­gere Tra­di­tionen, ohne dass wir sicher wissen, ab wann diese Ver­brei­tung fanden.

Oft ist zu lesen, dass sich die Men­schen zu Samain in ihre Häuser zurück­zogen und sich am Herd­feuer Geschichten erzählten. Wie man glaubte, waren die Grenzen zur iri­schen Anders­welt  schon am Vor­abend von Samain teil­weise auf­ge­hoben. Man machte sich dies zu Nutzen, um mit Hilfe von Hasel­nuss– und Apfel­baum­zweigen, die nach dem Volks­glauben beide in Bezie­hung zur Anders­welt standen, Vor­her­sagen über die An­derswelt oder die Zukunft (z.B. Hei­raten und Todes­fälle) zu treffen[47], [48], [49], [50].Außerdem glaubte man, dass sich die über Irland ver­brei­teten Grab­hügel (síde) zu Samain auf­tun würden[51], damit die Toten und Feen in ihre Win­ter­quar­tiere zie­hen­könnten[52], [53], [54]. Zu dieser Zeit falle des­halb die magi­sche Bar­riere (féth fíada) der Síd­hügel fort[55] und einem Kon­takt zwi­schen den Toten und den Lebenden[56], [57], [58], [59], zwi­schen der Anders­welt und den Men­schen, stehe daher nichts mehr ent­gegen[60], [61].

Die Bewohner der Síd­hügel sind die Síde. Im Deut­schen kann man die Bezeich­nungen ben­-síd (davon Eng­lisch: Banshee) für einen weib­li­chen Síd-Bewohner und fer-síd für einen männ­li­chen Síd-Bewohner am tref­fendsten als „Fee“ bzw. „Elb[62]über­setzen.

Zu Samain offenbar hilf­lose Bewohner der Anderswelt

Gleich­zeitig ist die An­derswelt der Über­lie­fe­rung zufolge zu Samain  mensch­li­chen Plün­de­rern gegen­über weit­ge­hend hilflos aus­ge­lie­fert[63]. Féth fíada („Nebel oder Schleier der Wis­sen­schaft[64], nach Ó hÓgáin „Kunst des (An)scheins[65]) war eine der drei zau­be­ri­schen Gaben,  die die Fürsten der Tuatha Dé Danann von dem Gott Manannán  Mac Lir, erhielten[66].

Nach der iri­schen Über­lie­fe­rung waren die Tuatha Dé Danann („die Völker der Danu“) ein mythi­sches Volk, das von der Göttin Danu abstammte. Im Unter­schied zu den vor ihnen auf der Insel lebenden Fir Bolg[67], [68] sein die Tuatha zau­ber­kundig gewesen[69].

Christ­liche Ele­mente über­la­gern ältere Traditionen

Im iri­schen „Buch der Inva­sionen“, dem Lebor Gabála Érenn, wird berichtet[70], wie die Druiden der Tuatha Dé Danann féth fíada auf ihr Volk gespro­chen hätten, um sie auf diese Weise zu ver­bergen. Wahr­schein­lich ist damit ein Unsicht­bar­keits­zauber gemeint. Dafür spricht auch, dass Fürst Midir (ein Ange­hö­riger des Volkes der Tuatha Dé Danann) seiner Geliebten Étaín davon berichtet, dass die Síde die Welt außer­halb der síde sehr wohl sehen würden. Die Dun­kel­heit, die „Adams Sünde“ ver­ur­sacht habe, hin­dere jedoch daran, dass man die Síde sehen oder gar zählen könne[71]. Féth fíada ist iden­tisch mit dem fé fíada der Finn-Sage[72].

Samain öffnet die Grenzen zur anderen Welt

Da der magi­sche Schutz der síde nur zu Samain erlosch und die Síde  aus diesem Grund für mensch­liche Augen sichtbar wurden, ist es kein Zufall, dass die Tra­di­tion so viele Erzäh­lungen von Begeg­nungen zwi­schen Bewoh­nern dieser und der An­derswelt in gerade in diese Zeit datiert[73].

Bei­spiel:

Der vom Kämpfen völlig erschöpfte Held Cú Chu­l­ainn wird in der Táin Bó Cúalnge (dem „Bul­len­raub von Cooley“) von einem befreun­deten fer síd[74],[75]auf­ge­sucht, der den Helden für drei Tage und Nächte — vom Montag vor Samain bis zum Mitt­woch nach Samain — das Kämpfen abnimmt und mit Hilfe von Zau­ber­sprü­chen und hei­lenden Kräu­tern in einen heil­samen Schlaf ver­setzt[76]. Auf­fällig sind zwei Dinge: zum einen der Zeit­punkt der Hei­lung, zum anderen die Art der Hei­lung. Wie prak­tisch alle Begeg­nungen mit den Síde findet auch diese zu Samain statt, d.h. zu der Zeit, wo die Grenzen zwi­schen dieser und der Anders­welt beson­ders per­missiv waren. Cha­rak­te­ris­tisch für die Art der Hei­lung ist das Neben­ein­ander von Sprü­chen und hei­lenden Pflanzen. Wahr­schein­lich muss man sich hier die Pflanzen als Fokus für die wir­kenden Sprüche vorstellen.

Jah­res­zei­ten­fest als mythi­scher Knotenpunkt

Oft „springen mythi­sche Ereig­nisse […] von einem Samain zum nächsten, ohne, daß jedoch ihr Hand­lungs­faden dadurch unter­bro­chen würde. Nur der zer­stü­ckelte Bericht einer Erzäh­lung ver­leiht hier die Illu­sion eines Bruchs der mythi­schen Zeit.“[77] Das zeit­liche Chaos zu Samain habe nach Bothe­royd seine Ursache darin, dass sich in den zwölf Stunden zwi­schen den beiden Jah­res­hälften „Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart (und) Zukunft[78]über­la­gerten[79].

Jean Markale[80] ver­weist auf die Sage von der Emp­fängnis des Conchobar (Com­pert Choncho­buir[81], [82]), die — neben an­deren Sagen — die zen­trale Bedeu­tung des Samain­festes hervorhebt:

„Jeder der Ulates, der nicht zur Samain-Nacht erschien, wurde wahn­sinnig, und bereits am nächsten Morgen wurde [sic] sein Tumulus, sein Grab und sein Grab­stein errichtet.“[83]

Wich­tige Ereig­nisse kul­mi­nieren zu Samain

Zusam­men­fas­send lässt sich zu diesem Aspekt von Samain sagen, dass alle wich­tigen Ereig­nisse der iri­schen Mytho­logie, wie die Schlachten oder die Aus­ein­an­der­set­zungen mit den Tuatha Dé Danann[84], [85], [86], [87], sicher aber auch der Tod von Helden und Königen[88]  sich (fast immer) zu dieser Zeit ereignet haben sollen[89].

Auf der pro­fanen Ebene war Samain ein Fest, an dem man Gesetze beschloss, aß, trank und Spiele abhielt. Die Hin­ter­grund­at­mo­sphäre wurde ver­mut­lich von Streit und Trun­ken­heit bestimmt[90]. Eine wesent­liche Rolle der filid[91] (ver­mut­lich den Nach­fol­gern der kel­ti­schen Druiden, die obwohl Laien, einen ganz beson­deren Stand hatten[92], [93], [94], [95]) lag wohl des Wei­teren in der Auf­recht­erhal­tung des Frie­dens und der Freund­schaft unter allen Anwe­senden, denn Waf­fen­gänge und das Tragen von Waffen waren zu allen vier Hoch­festen (Samain, Imbolc, Bel­taine, Lug­nasad), also auch zu Samain, ver­boten[96], [97]. Dies schloss natür­lich eine Reihe von Unfällen, die in den iri­schen Sagen aus­führ­lich beschrieben werden, nicht aus.

Grenzen zwi­schen Jen­seits und Dies­seits verschwimmen

Bei­spiel­weise wird in Ech­trae Nerai („Neras Aben­teuer“), einer Vor­ge­schichte zur Táin Bó Cúalnge von den Schreck­nissen der Samainnacht berichtet. Die Hand­lung beginnt in Ráith Cru­achan[98] (Rath­cro­ghan in der Graf­schaft Roscommon). Am Vor­abend waren dort zwei Männer gehenkt worden, doch nun bei Nacht wagte sich keiner hinaus, um die Füße der Toten zusam­men­zu­binden, da man sich zu sehr vor den Dämonen (demnai bzw. dem­noie[99])


fürch­tete, die in dieser  Nacht ihr Unwesen trieben. König Ailill gelingt es schließ­lich, den Krieger Nera dazu zu über­reden, allein in die von allen gefürch­tete Nacht hin­aus­zu­gehen, wofür Nera ein Schwert mit einem gol­denen Heft erhält. Als er dreimal erfolglos ver­sucht, die Füße eines der Toten mit einem Ast zusam­men­zu­binden, beginnt dieser dem Krieger zu erklären, in wel­cher Weise sein Vor­haben gelingen könne. Dann bittet er Nera, ihn, den Gehängten auf die Schul­tern zu nehmen, da er sehr großen Durst habe[100].  Zusammen gehen Toter und Lebender an drei Häu­sern vorbei, und erst mit dem Dritten zeigt sich der Tote zufrieden zur Ein­kehr, denn hier gebe es keine Glut eines Herd­feuers, noch habe man das Schmutz­wasser weg­ge­schüttet. Er trinkt dort aus altem Wasch- und Bade­wasser sowie aus einem Zuber mit Schmutz­wasser. Die ver­blie­bene Flüs­sig­keit spuckt der Gehenkte den Haus­be­woh­nern ins Gesicht, worauf sie alle sterben[101].

Die Moral der Geschichte sei es, nie­mals nach dem Schla­fen­gehen Wasch‑, Bade- oder Schmutz­wasser ste­hen­zu­lassen und nie­mals die Glut wei­ter­glühen zu lassen[102]. Neben der beson­deren Beto­nung der magi­schen Drei­heit (wie sie in vielen iri­schen Sagen Erwäh­nung findet), ist hier vor allem bemer­kens­wert, dass nicht Nera durch die Begeg­nung mit dem lebenden Toten den Tod findet, son­dern viel­mehr jene Leute, zu denen er den Toten tragen muss.


[1] Coghlan, Ronan „Pocket Dic­tionary of Irish Myth & Legend.“ Bel­fast (App­le­tree Press), 1985, S. 61. Siehe dort auch zu heu­tigen Hal­lo­we­en­tra­di­tionen in Irland.

[2] Vgl. auch Bothe­royd, Sylvia und Paul F. „Lexikon der kel­ti­schen Mytho­logie.“ Mün­chen (Diede­richs), 1992, S. 285.

[3] Breki­lien, Yann „La Mytho­logie Cel­tique.“ Monaco (Brocéliande/Éditions du Rocher), 1993, S. 187.

[4] Zu gemein­samen Vor­stel­lungen von Samain und christ­li­chem Aller­hei­ligen siehe Markale, Jean „Die Druiden. Gesell­schaft und Götter der Kelten.“ Mün­chen4 (Gold­mann), 1992, S. 174–175.

[5] Bie­ritz, Karl-Hein­rich „Das Kir­chen­jahr. Feste, Gedenk- und Fei­er­tage in Geschichte und Gegen­wart.“ Mün­chen (C.H. Beck), 1994 (über­ar­bei­tete Auf­lage) (Beck’sche Reihe; 447), S. 178.

[6] Nach Alton, E.A.  „History of Ire­land from the Ear­liest Times to the Pre­sent Day. Half Volume I. To the Year 1210.“ London2 (The Gresham Publi­shing Com­pany), 1913, S. 53 sei auch das Mar­tins­fest an die Stelle von Samain getreten. Da das Gedenken an St. Martin von Tours jeweils am 11. November begangen wird, kann ich diesem Vor­schlag nicht folgen.

[7] Antike Autoren benannten die Bewohner Irlands und Groß­bri­tan­niens nicht als Kelten. Auch eine ent­spre­chende Eigen­be­zeich­nung der alten Iren ist nicht über­lie­fert. Vgl. Maier, Bern­hard „Lexikon der kel­ti­schen Reli­gion und Kultur.“ Stutt­gart (Alfred Kröner), 1994, S. 187.

[8] James, Simon „Das Zeit­alter der Kelten. Die Welt eines geheim­nis­vollen Volkes.“ Augs­burg (Bech­ter­münz), 1998, S. 8: „Im 18. Jahr­hun­dert wurde die ursprüng­lich lin­gu­is­ti­sche Klas­si­fi­zie­rung zur eth­ni­schen Bezeich­nung aller Völker Bri­tan­niens, Irlands und Fest­lan­d­eu­ropas, von denen man annahm, daß sie in vor­rö­mi­scher Zeit und danach eine kel­ti­sche Sprache gespro­chen haben. Diese sehr weit gespannte Defi­ni­tion der Kelten als eth­ni­sche Grup­pie­rung herrscht bis heute vor.“

[9] Zur Dis­kus­sion der kel­ti­schen Eth­no­ge­nese siehe Schmidt, Karl Horst „The Celtic Pro­blem. Eth­no­ge­nesis (loca­tion, date?).“ in: „Zeit­schrift für cel­ti­sche Phi­lo­logie.“ Hg.: Karl Horst Schmidt unter Mit­wir­kung von Rolf Köd­de­ritzsch und Her­bert Pilch. Tübingen (Max Nie­meyer), 1992, Band 45, S. 38–65.

[10] Vgl. Maier, Bern­hard „Die Kelten. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegen­wart.“ Mün­chen (C.H. Beck), 2000 (Beck’sche His­to­ri­sche Biblio­thek), S. 250–253, 255

[11] Maier, Bern­hard „Die Kelten. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegen­wart.“ Mün­chen (C.H. Beck), 2000 (Beck’sche His­to­ri­sche Biblio­thek), S. 256

[12] „Hal­lo­ween“ auf „wiki​pedia​.org“. Auf­zu­rufen unter https://​de​.wiki​pedia​.org/​w​i​k​i​/​H​a​l​l​o​w​een, zuletzt auf­ge­rufen am 24.10.2022: „Die These einer kon­ti­nu­ier­li­chen Ent­wick­lung kel­ti­scher Bräuche zu modernen Hal­lo­ween­bräu­chen gilt als ver­altet und unhaltbar.“

[13] Siehe Frazer, James George „The Golden Bough“, 1922, S. 634. Auf­zu­rufen unter https://​www​.bart​leby​.com/​1​9​6​/​p​a​g​e​s​/​p​a​g​e​6​3​4​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 24.10.2022. So schrieb Frazer u. a. „Yet while a gla­mour of mys­tery and awe has always clung to Hallowe’en in the minds of the Celtic peas­antry, the popular cele­bra­tion of the fes­tival has been, at least in modern times, by no means of a pre­vai­ling gloomy cast; on the con­trary it has been attended by pic­turesque fea­tures and merry pastimes, which ren­dered it the gayest night of all the year“

[14] „Hal­lo­ween“ auf „wiki​pedia​.org“. Auf­zu­rufen unter https://​de​.wiki​pedia​.org/​w​i​k​i​/​H​a​l​l​o​w​een, zuletzt auf­ge­rufen am 24.10.2022.

[15] ihn nicht die glei­chen Bedin­gungen wie für einen gewöhnli­chen Ulter.

[15] Birkhan, Helmut „Kelten. Ver­such einer Gesamt­dar­stel­lung ihrer Kultur.“ Wien2 (Verlag der Öster­rei­chi­schen Aka­demie der Wis­sen­schaften), 1997, S. 49

[16]  „Early Irish Society”, S. 43–60. In: „The Course of Irish History.“ Hg.: T.W. Moody und F.X. Martin in Zusam­men­ar­beit mit Radio Telefís Éireann.  Dublin (Mer­cier Press), 1994, S. 43.

[17] Maier, Bern­hard „Die Kelten. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegen­wart.“ Mün­chen (C.H. Beck), 2000 (Beck’sche His­to­ri­sche Biblio­thek), S. 15

[18] Siehe z. B. Farrar, Janet und Ste­wart „Part 1. The Sab­bats and Rites for Birth, Mar­riage and Death” (1981), S. 13, 25–27. Siehe ins­be­son­dere S. 121–136. In „A Wit­ches‘ Bible. The Com­plete Wit­ches’ Hand­book.“ London (Phoenix).

[19] Vgl. z. B. Conway, D. J. „Celtic Magic.” St. Paul (Lle­wellyn Publi­ca­tions), 1998, S. 45: „Mon­thly Wiccan mee­tings are held at or near the Full Moon. The Full Moon is the high point of the psychic power. Eight fes­ti­vals called Sab­bats round out their year. The four Greater Sab­bats are: Imbolc, Bel­tane, Lunasa and Sam­hain. The four lesser Sab­bats are the equinoxes and solstices.”

[20] Siehe z. B. Farrar, Janet und Ste­wart „Part 1. The Sab­bats and Rites for Birth, Mar­riage and Death” (1981), S. 126. In „A Wit­ches‘ Bible. The Com­plete Wit­ches’ Hand­book.“ London (Phoenix).

[21] Mat­thews John „The Celtic Shaman. A Hand­book.” Shaf­tes­bury, Rock­port, Bris­bane (Ele­ment), 1994, S. 1–2

[22] Mat­thews John „The Celtic Shaman. A Hand­book.” Shaf­tes­bury, Rock­port, Bris­bane (Ele­ment), 1994, S. 40

[23] Siehe „First Satanic Church“ auf „sata​nicchurch​.com“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.sata​nicchurch​.com/​a​b​out, zuletzt auf­ge­rufen am 06.10.2021

[24] „Childs v. Duck­worth, 705 F.2d 915 (1983)“ auf Diana Napolis „Sata­nism and Ritual Abuse Archive” auf truth​be​known2000​.tripod​.com. Auf­zu­rufen unter https://​truth​be​known2000​.tripod​.com/​T​r​u​t​h​b​e​k​n​o​w​n​2​0​0​0​/​i​d​3​1​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 09.10.2021.

[25] Dagmar R. Füg­mann „Zeit­ge­nös­si­scher Sata­nismus in Deutsch­land. Welt­bilder und Wert­vor­stel­lungen im Sata­nismus.“ Mar­burg (Tectum), 2009 (zugleich Würz­burg, Uni­ver­si­täts­dis­ser­ta­tion, 2008), S. 2–68

[26] Wolf­gang Giese „Twin Temple / Bring You Their Signa­ture Sound….Satanic Doo-Wop – CD- Review” auf „rock​times​.info” vom 07.09.2019. Auf­zu­rufen unter https://​www​.rock​times​.info/​t​w​i​n​-​t​e​m​p​l​e​-​b​r​i​n​g​-​y​o​u​-​t​h​e​i​r​-​s​i​g​n​a​t​u​r​e​-​s​o​u​n​d​-​s​a​t​a​n​i​c​-​d​o​o​-​w​o​p​-​c​d​-​r​e​v​i​ew/, zuletzt auf­ge­rufen am 24.10.2022.

[27] „Twin Temple” auf „en​.wiki​pedia​.org”. Auf­zu­rufen unter https://​en​.wiki​pedia​.org/​w​i​k​i​/​T​w​i​n​_​T​e​m​ple, zuletzt auf­ge­rufen am 24.10.2022.

[28] Jeweils auf­zu­rufen unter https://​www​.twin​temple​.com/​l​y​r​ics, zuletzt auf­ge­rufen am 25.10.2022.

[29] Jeweils auf­zu­rufen unter https://​www​.twin​temple​.com/​l​y​r​ics, zuletzt auf­ge­rufen am 25.10.2022.

[30] M. Boss „13 Sata­ni­sche Fragen. Ein Inter­view mit Peter H. Gilmore, Hohe­priester der Church of Satan“ auf „black​ma​gazin​.com“ vom 30.04.2016. Auf­zu­rufen unter https://​www​.black​ma​gazin​.com/​?​p​=​1​9​201, zuletzt auf­ge­rufen am 24.10.2022.

[31] Grandt, Guido „Hard­core Kinder-Sata­nismus. Wahn­system – Ritu­al­morde – Okkult-Ter­ro­rismus – Sata­no­fa­schismus. Band 1. Eine jour­na­lis­ti­sche Ana­lyse.“ Balingen (gugra-Media-Verlag), 2021, S. 

[32] Wat­kins, Jon „Satanic Ritual Calendar” auf „expo​sing​sata​nism​.org” vom 08.01.2017. Auf­zu­rufen unter https://​www​.expo​sing​sata​nism​.org/​s​a​t​a​n​i​c​-​r​i​t​u​a​l​-​c​a​l​e​n​d​ar/, zuletzt auf­ge­rufen am 24.10.2022.

[33] Miller, Alison „Jen­seits des Vor­stell­baren« Krö­ning3 (Asanger Verlag) Auf­lage, 2017, S. 423 

[34] Siehe Chantal Frei „Ich rede! Mein Leben und Aus­stieg aus sata­nisch ritu­eller Gewalt:“ Greven (Kindle Direct Publi­shing), 2021

[35] Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les fêtes cel­ti­ques.“ Rennes (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité), 1995 (De mémoire d’homme: l’his­toire. Hg.: Lucien Bély) [deutsch: „Die Hohen Feste der Kelten.“ Engerda (Arun), 1997], S. 196.

[36] Aus­führ­li­cher siehe Le Roux, Fran­çoise und Guyonvarc´h, Christian.-J. „Les fêtes cel­ti­ques.“ Rennes (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité), 1995 (De mémoire d’homme: l’his­toire. Hg.: Lucien Bély) [deutsch: „Die Hohen Feste der Kelten.“ Engerda (Arun), 1997], S. 184–186.

[37] Vgl. Koch, John T. und Carey, John (Hg.)„The Celtic Heroic Age. Literary Sources for Ancient Celtic Europe and Early Ire­land and Wales.“ Malden2 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions), 1995 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions I), S. 397.

[38] Vgl. Ellis, Peter Ber­res­ford: „Oxford Refe­rence. A Dic­tionary of Irish Mytho­logy.“ Oxford, New York, Toronto, Delhi, Bombay, Kal­kutta, Madras, Karat­schi, Peta­ling Jaya, Sin­gapur, Hong­kong, Tokio, Nai­robi, Dar­es­salam, Kap­stadt, Mel­bourne, Auck­land (Oxford Uni­ver­sity Press), 1991, S. 205.

[39] Siehe ins­be­son­dere Lynn, C.J.„The Iron Age mound in Navan Fort: A phy­sical rea­liz­a­tion of Celtic reli­gious beliefs?”, S. 33–57 in: „Emania. Bul­letin of the Navan Rese­arch Group.“ Nummer 10. Bel­fast (The Navan Rese­arch Group), 1992, S. 42. Bei der Datie­rung von Samain ist selbst­ver­ständ­lich darauf zu achten, dass die alten Kelten einen Luni-Solar-Kalender gebrauchten, wes­halb das Samain­s­fest in Bezug auf unseren Kalender kein fixes Datum hatte. Siehe Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les fêtes cel­ti­ques.“ Rennes (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité), 1995 (De mémoire d’homme: l’his­toire. Hg.: Lucien Bély) [deutsch: „Die Hohen Feste der Kelten.“ Engerda (Arun), 1997], S. 37. Hinzu kommt, dass wir in Irland über die Hoch­feste der Kelten erst seit dem Mit­tel­alter infor­miert sind und somit rück­wir­kend keine ver­läss­li­chen Aus­sagen treffen können. Siehe dazu auch Maier, Bern­hard „Lexikon der kel­ti­schen Reli­gion und Kultur.“ Stutt­gart (Alfred Kröner), 1994, S. 342.

[40] O‹ Daly, Máirín „Cath Maige Mucrama. The Battle of Mag Mucrama.“ Dublin (Dublin Uni­ver­sity Press), 1975 (Irish Texts Society. Vol. L), S. 102

[41] Chad­wick, Nora K.„The Celts“ mit einer Ein­lei­tung von J. X. W. P. Cor­coran. London, Rea­ding, Fakenham 2 (Pelican Books), 1971, S. 181. Coghlan, Ronan „Pocket Dic­tionary of Irish Myth & Legend.“ Bel­fast (App­le­tree Press), 1985, S. 61 ver­weist darauf, dass diese Ver­mu­tung nicht beweisbar, son­dern nur wahr­schein­lich sei. Nach Green, Miranda (Jane) „Die Druiden. Die Welt der kel­ti­schen Magie.“ Düs­sel­dorf, Mün­chen (Econ), 1998, S., S. 36 werde dies gerade in neu­ester Zeit in Frage gestellt.

[42] Vgl. Green, Miranda (Jane) „Die Druiden. Die Welt der kel­ti­schen Magie.“ Düs­sel­dorf, Mün­chen (Econ), 1998, S. (1993), 416.

[43] Le Roux, F. und Guyonvarc´h, C.-J. „Les fêtes cel­ti­ques.“ Rennes (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité), 1995 (De mémoire d’homme: l’his­toire. Hg.: Lucien Bély) [deutsch: „Die Hohen Feste der Kelten.“ Engerda (Arun), 1997], S. 44

[44] Kea­ting, Geoffrey (Seathrún Céi­tinn) „Foras Feasa ar Éirinn. The History of Ire­land.“ Teil II mit dem ersten Buch der Geschichte von Sek­tion XV bis zum Ende. Hg., Über­set­zung und Anmer­kungen von Patrick S. Dinneen. London (Irish Texts Society), 1987 (Nach­druck von 1908; Irish Texts Society, Band VIII), Abschnitt XXXIX, 3811–3821

[45] Rees, Alwyn und Brinley „Celtic Heri­tage. Ancient Tra­di­tion in Ire­land and Wales.“ New York (Thames and Hudson), 1995 (Nach­druck von 1978 nach einem Ori­ginal von 1961), S. 163.

[46] Siehe auch Stokes, Whitley „The Prose Tales in the Rennes Din­dõen­chas.“ In: „Revue Cel­tique.“ Vol. XV. Nr. 1. Begründet von Henri Gaidoz. Hg.: Henry d’Arbois de Jubain­ville unter Mit­ar­beit von J. Loth u.a. Paris (Libr­airie Émile Bouillon), Januar 1894, S. 297–298.

[47] Bothe­royd, Sylvia und Paul F. „Lexikon der kel­ti­schen Mytho­logie.“ Mün­chen (Diede­richs), 1992, S. 284, Thur­neyen, Rudolf „Die iri­sche Helden- und Königs­sage bis zum 17. Jahr­hun­dert.“ Hil­des­heim, New York (Georg Olms), 1980 (unver­än­derter Nach­druck der 1. Auf­lage von Halle an der Saale, 1921) (Volks­kund­liche Quellen. Neu­drucke euro­päi­scher Texte und Unter­su­chungen. Hg. von Her­mann Bausinger u. a. IV Sage Hg. von Will-Erich Peu­kert), S. 63.

[48] Siehe Chad­wick, Nora K.„The Celts“ mit einer Ein­lei­tung von J. X. W. P. Cor­coran. London, Rea­ding, Fakenham 2 (Pelican Books), 1971, S. 181

[49] Siehe Het­mann, Fre­derik (Hans-Chris­tian Kirsch) „Die Reise in die Anders­welt. Feen­ge­schichten und Feen­glaube in Irland.“ Frank­furt am Main2 (Fischer), 1987, S. 210.

[50] Nach Löffler, Christa Maria: „The Voyage to the Other­world Island in Early Irish Literatu¬re. Vol. 1.“ Dis­ser­ta­tion zur Erlan­gung des Dok­tor­grades an der Geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Fakultät der Uni­ver­sität Salz­burg. Salz­burg (Institut für Anglistik und Ame­ri­ka­nistik der Uni­ver­sität Salz­burg), 1983, 1–377 (Salz­burg Stu­dies in Eng­lish Lite­ra­ture under the Direc­tion of Erwin A. Stürzl. Eliza­be­than & Renais­sance Stu­dies, Bd. 103. Hg.: James Hogg), S. 132–134 seien Äpfel und Hasel­nüsse als Sym­bole für Leben bzw. Weis­heit zu deuten.

[51] Siehe z. B. C Gray, Eliza­beth A: „Cath Maige Tuired. The Second Battle of Mag Tuired.“ Dublin (Irish Texts Society), 1995 (Nach­druck von 1983; Irish Texts Society, Band LII), S. 3.

[52] Het­mann, Fre­derik (Hans-Chris­tian Kirsch) „Die Reise in die Anders­welt. Feen­ge­schichten und Feen­glaube in Irland.“ Frank­furt am Main2 (Fischer), 1987, S. 210.

[53] Vgl. Bothe­royd, Sylvia und Paul F. „Lexikon der kel­ti­schen Mytho­logie.“ Mün­chen (Diede­richs), 1992, S. 38, 285.

[54] Breki­lien, Yann „La Mytho­logie Cel­tique.“ Monaco (Brocéliande/Éditions du Rocher), 1993, S. 105, 137, 141, 143, 147, 271, 304 berichtet von einer Reihe von Ereig­nissen, die alle mit Samain in Ver­bin­dung gebracht werden.

[55] Bothe­royd, Sylvia und Paul F. „Lexikon der kel­ti­schen Mytho­logie.“ Mün­chen (Diede­richs), 1992, S. 285, 372

[56] Vries, Jan de „Kel­ti­sche Reli­gion“ Stutt­gart (W. Kohl­hammer), 1961 (Die Reli­gionen der Mensch­heit. Hg.: Christel Mat­thias Schröder. Band 18), S. 230

[57] Le Roux, Fran­çoise und Guyonvarc´h, Chris­tian– J. „Les fêtes cel­ti­ques.“ Rennes (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité), 1995 (De mémoire d’homme: l’his­toire. Hg.: Lucien Bély) [deutsch: „Die Hohen Feste der Kelten.“ Engerda (Arun), 1997], S. 73.

[58] Vgl. Maier, Bern­hard „Lexikon der kel­ti­schen Reli­gion und Kultur.“ Stutt­gart (Alfred Kröner), 1994, S. 282.

[59] Maca­lister, R.A. Ste­wart „Lebor Gabála Érenn. The Book of the Taking of Ire­land. Part IV.“ London (Irish Texts Society), 1987 (Nach­druck von 1941) (Irish Texts Society, Band XLI), Sek­tionen 278–377, Verstexte XLVI-LXVI , Abschnitt VII, 340 zufolge, sei es nicht mög­lich gewesen, den Zauber auch zu Samain auf­recht zu erhalten.

[60] Bothe­royd, Sylvia und Paul F. „Lexikon der kel­ti­schen Mytho­logie.“ Mün­chen (Diede­richs), 1992, S. 285, 372.

[61] Vgl. Koch, John T. und Carey, John (Hg.)„The Celtic Heroic Age. Literary Sources for Ancient Celtic Europe and Early Ire­land and Wales.“ Malden2 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions), 1995 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions I), S. 120, 188.

[62] Der Gebrauch des Wortes „Elf“ wäre an dieser Stelle inkor­rekt. Das kor­rekte Wort in Bezug auf die iri­sche Mytho­logie ist jedesmal „Elb“ bzw. „Elbe“. Siehe dazu Arrows­mith, Nancy „Die Welt der Natur­geister. Hand­buch zur Bestim­mung der Wald‑, Feld‑, Wasser‑, Haus‑, Berg‑, Hügel und Luft­geister aller euro­päi­scher Länder.“ Frankfurt/Main (Gold­mann), 1987, S. 295–296.

[63] Koch, John T. und Carey, John (Hg.)„The Celtic Heroic Age. Literary Sources for Ancient Celtic Europe and Early Ire­land and Wales.“ Malden2 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions), 1995 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions I), S. 122, 137, 169: Zu Samain wird unter anderem auch Da Dergas bruiden zerstört.

[64] Le Roux, Fran­çoise und Guyonvarc´h, Chris­tian– J. „Die Druiden. Mythos, Magie und Wirk­lich­keit der Kelten.“ Engerda2 (Arun), 1998, S.  227. Dies sei nur die Wahr­schein­lichste von einer Viel­zahl von Übersetzungsmöglichkeiten.

[65] Ó hÓgáin, Dáithí „The Sacred Isle. Belief and Reli­gion in Pre-Chris­tian Ire­land.“ Cork (The Col­lins Press), 1999, S. 117

[66] Maier, Bern­hard „Lexikon der kel­ti­schen Reli­gion und Kultur.“ Stutt­gart (Alfred Kröner), 1994, S. 124

[67] Zur Deu­tung der Fir Bolg als his­to­ri­sche Völ­ker­schaft siehe u. a.  Har­bison, Peter „Pre-Chris­tian Ire­land. From the First Sett­lers to the Early Celts.“ London (Thames and Hudson), 1994, S. 170.

[68] Byrne, F. J. „Celtic Period, Pagan.“, 81–82 und „Celtic Period, Chris­tian“, 82–83. In: „Ency­clo­pa­edia of Ire­land.“ Hg.: Victor Meally. Dublin (Figgis), o.J. [ver­mut­lich 1968], S. 81 sah in den Fir Bolg den Stamm der Érainn.

[69] Rees, Alwyn und Brinley „Celtic Heri­tage. Ancient Tra­di­tion in Ire­land and Wales.“ New York (Thames and Hudson), 1995 (Nach­druck von 1978 nach einem Ori­ginal von 1961), S. 40–41 weisen darauf hin, dass in mit­tel­al­ter­li­chen Texten vor allem die Frauen der Tuatha Dé Danann genannt werden, wes­halb der Ein­druck einer weib­lich domi­nierten Gesell­schaft ent­stehe. Meines Erach­tens treffen diese Aus­sagen aber weitaus besser auf die hier an anderer Stelle behan­delten Síde als gerade auf die Tuatha Dé Danann zu.

[70] Siehe Maca­lister, R.A. Ste­wart „Lebor Gabála Érenn. The Book of the Taking of Ire­land. Part IV.“ London (Irish Texts Society), 1987 (Nach­druck von 1941) (Irish Texts Society, Band XLI), Sek­tionen 278–377, Verstexte XLVI-LXVI, Abschnitt VII, 340.

[71] Murphy, Gerard „Early Irish Lyrics. Eighth to Twelfth Cen­tury. Edited with trans­la­tion, notes, and Glos­sary.“ Oxford2 (The Cla­rendon Press), 1962, S. 106

[72] Vgl. Koch, John T. und Carey, John (Hg.)„The Celtic Heroic Age. Literary Sources for Ancient Celtic Europe and Early Ire­land and Wales.“ Malden2 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions), 1995 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions I), S. 189.

[73] Vgl. Thur­neyen, Rudolf „Die iri­sche Helden- und Königs­sage bis zum 17. Jahr­hun­dert.“ Hil­des­heim, New York (Georg Olms), 1980 (unver­än­derter Nach­druck der 1. Auf­lage von Halle an der Saale, 1921) (Volks­kund­liche Quellen. Neu­drucke euro­päi­scher Texte und Unter­su­chungen. Hg. von Her­mann Bausinger u. a. IV Sage Hg. von Will-Erich Peu­kert), S. 63.

[74] Nach O’Rahilly, Cecile (HG.): „Táin Bó Cúalnge from the Book of Leinster.“ Dublin 3 (Dublin Insti­tute for Advanced Stu­dies), 1984 S. 312 gehe aus anderen Quellen (Lebor na hUidre und der dritten Rezen­sion der Táin Bó Cuailnge) hervor, dass der fer síd Lug mac Eth­nenn heißt und Cú Chu­l­ainns leib­li­cher Vater ist, wenn­gleich er seinen Namen nach seinem mensch­li­chen Zieh­vater Sual­taim mac Roich trägt. Hiermit würde sich auch erklären, warum Cú Chu­l­ainn explizit als ein ein­ziger Mann in Ulster nicht unter der ces noínden (der „Schwäche des Kind­betts“) zu leiden hatte. [O’Ra­hilly, Cecile (Hg.) „Táin Bó Cúailnge. Recen­sion I.“ Dublin (Dublin Insti­tute for Advanced Stu­dies), 1976, 216–217 zufolge sei auch Chu­l­ainns Vater Súal­taim von der Schwäche ver­schont geblieben.] Als Sohn eines Geschöpfes der An­derswelt gelten für ihn nicht die glei­chen Bedin­gungen wie für einen gewöhnli­chen Ulter.

[75] Birkhan, Helmut „Kelten. Ver­such einer Gesamt­dar­stel­lung ihrer Kultur.“ Wien2 (Verlag der Öster­rei­chi­schen Aka­demie der Wis­sen­schaften), 1997, S. 604: „Er [i.e. Lug] hat seine intel­lek­tu­ellen Fähig­keiten dem Sohn ver­erbt, der so im Gegen­satz zu den meisten anderen Hel­den­jüng­lingen der Welt­li­te­ratur auch ein Meister »der Abschät­zung« (von Zahlen), des Brett­spiels, der Dicht­kunst, der Rhe­torik, ja sogar der Gram­matik ist!“ Zu Lugs Vater­schaft siehe Thur­neyen, Rudolf ‚“Zum ogom.“ in: „Gesam­melte Schriften. Band II. Kel­ti­sche Spra­chen und Lite­ra­turen.“ Hg.: Patrizia de Ber­nado Stempel und Rolf Köd­de­ritzsch. Tübingen (Max Nie­meyer), 1991 (Buch­reihe der Zeit­schrift für cel­ti­sche Phi­lo­logie; Bd. 9), 292–312 (Nach­druck von 1937), S: 625, 631, zu den ins­ge­samt drei Her­kunfts­sagen des Uls­ter­helden siehe ins­be­son­dere Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les Druides.“ Rennes2 (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité. Hg.: Lucien Bély), 1993 [deutsch: „Die Druiden. Mythos, Magie und Wirk­lich­keit der Kelten.“ Engerda2 (Arun), 1998], S. 278. Thur­ney­sens Inter­pre­ta­tion, wonach Cú Chu­l­ainn wegen seines Alters von erst 17 Jahren von der Schwäche ver­schont worden sei, halte ich für unglaub­würdig, da Jungen nach altem iri­schen Recht mit 17 Jahren, Mäd­chen schon mit 14 Jahren als voll­jährig ange­sehen wurden. Vgl. Ellis, Peter Ber­res­ford „Die Druiden. Von der Weis­heit der Kelten.“ Mün­chen (Diede­richs), 1996, S. 258 und Birkhan, Helmut „Kelten. Ver­such einer Gesamt­dar­stel­lung ihrer Kultur.“ Wien2 (Verlag der Öster­rei­chi­schen Aka­demie der Wis­sen­schaften), 1997, S. 1008.

[76] Siehe O’Ra­hilly, Cecile (Hg.): „Táin Bó Cúalnge from the Book of Leinster.“ Dublin3 (Dublin Insti­tute for Advanced Stu­dies), 1984, 2137–2166.

[77] Le Roux, Fran­çoise und Guyonvarc´h, Chris­tian– J. „Die Druiden. Mythos, Magie und Wirk­lich­keit der Kelten.“ Engerda2 (Arun), 1998, S. 444

[78] Bothe­royd, Sylvia und Paul F. „Lexikon der kel­ti­schen Mytho­logie.“ Mün­chen (Diede­richs), 1992, S. 284.

[79] Vgl. Dazu auch Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les Druides.“ Rennes2 (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité. Hg.: Lucien Bély), 1993 [deutsch: „Die Druiden. Mythos, Magie und Wirk­lich­keit der Kelten.“ Engerda2 (Arun), 1998], S. 257.

[80] Jean Markales Buch über die Druiden ist in großem und ganzem ganz brauchbar, im Detail jedoch z.T. recht spe­ku­lativ und ungenau. Birkhan, H. (1997), 497 beur­teilt den Autor vor allem wegen seiner ihm zufolge über das Knie gebro­chenen Deu­tungen der mytho­lo­gi­schen Inva­si­ons­wellen, bei denen Markale der Drei­klas­sen­ideo­logie von Dumézil folgt, mit aus­ge­spro­chener Härte: „Die Sache wäre es nicht wert, so umständ­lich auf sie ein­zu­gehen, wenn nicht die Gefahr bestünde, daß das wohl­feile Gold­mann-Bänd­chen mit Markales win­digen Hypo­thesen zur Bibel der Kelten-Eso­te­riker wird, deren trüben Blick es gewiß nicht auf­hellen kann.“

[81] Nach Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les Druides.“ Rennes2 (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité. Hg.: Lucien Bély), 1993 [deutsch: „Die Druiden. Mythos, Magie und Wirk­lich­keit der Kelten.“ Engerda2 (Arun), 1998], S. 355 und Maier, Bern­hard „Lexikon der kel­ti­schen Reli­gion und Kultur.“ Stutt­gart (Alfred Kröner), 1994, S. 83 ist uns die Sage in meh­reren Hand­schriften über­lie­fert, von denen die älteste auf das 14. Jahr­hun­dert datiert.

[82] Bothe­royd, Sylvia „Irland. Mytho­logie in der Land­schaft. Eine Reise- und Lese­buch.“ Darm­stadt (Jürgen Häusser), 1997, S. 144 datiert die älteste Fas­sung der Sage auf das 8. Jahrhundert.

[83] Markale, Jean „Die Druiden. Gesell­schaft und Götter der Kelten.“ Mün­chen4 (Gold­mann), 1992, S. 173. Markale zitiert nach der Über­set­zung von Guyonvarc’h, C.-J. in „Ogam XI“, 61, § 8. Leider ist es mir nicht gelungen, selbst einen Ein­blick in diesen Artikel zu nehmen, so dass ich ihn hier nicht aus dem Ori­ginal zitieren kann.

[84] Markale, Jean „Die Druiden. Gesell­schaft und Götter der Kelten.“ Mün­chen4 (Gold­mann), 1992, S. 174.

[85] Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les fêtes cel­ti­ques.“ Rennes (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité), 1995 (De mémoire d’homme: l’his­toire. Hg.: Lucien Bély) [deutsch: „Die Hohen Feste der Kelten.“ Engerda (Arun), 1997], S. 39.

[86] Vgl. Ellis, Peter Ber­res­ford: „Oxford Refe­rence. A Dic­tionary of Irish Mytho­logy.“ Oxford, New York, Toronto, Delhi, Bombay, Kal­kutta, Madras, Karat­schi, Peta­ling Jaya, Sin­gapur, Hong­kong, Tokio, Nai­robi, Dar­es­salam, Kap­stadt, Mel­bourne, Auck­land (Oxford Uni­ver­sity Press), 1991, S. 295 sowie  Bothe­royd, Sylvia und Paul F. „Lexikon der kel­ti­schen Mytho­logie.“ Mün­chen (Diede­richs), 1992, S. 285–286.

[87] Vgl. Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les Druides.“ Rennes2 (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité. Hg.: Lucien Bély), 1993 [deutsch: „Die Druiden. Mythos, Magie und Wirk­lich­keit der Kelten.“ Engerda2 (Arun), 1998], S. 257–258.

[88] Siehe z. B. Maca­lister, R.A. Ste­wart „Lebor Gabála Érenn. The Book of the Taking of Ire­land. Part V.“ Dublin (Irish Texts Society), 1995 (Nach­druck von 1956) (Irish Texts Society, Band XLIV), Sek­tionen 378–671, Verstexte LXXXIII-CXXXVI, Abschnitt IX; 617

[89] Siehe z.B. Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les fêtes cel­ti­ques.“ Rennes (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité), 1995 (De mémoire d’homme: l’his­toire. Hg.: Lucien Bély) [deutsch: „Die Hohen Feste der Kelten.“ Engerda (Arun), 1997], S. 71, 75.

[90] Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les Druides.“ Rennes2 (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité. Hg.: Lucien Bély), 1993 [deutsch: „Die Druiden. Mythos, Magie und Wirk­lich­keit der Kelten.“ Engerda2 (Arun), 1998], S. 251–252

[91] Bei Le Roux und Guyonvarc’h „doc­teurs“, also „Ärzte“ genannt.

[92] Maier, Bern­hard „Lexikon der kel­ti­schen Reli­gion und Kultur.“ Stutt­gart (Alfred Kröner), 1994, S. 125.

[93] Bothe­royd, Sylvia und Paul F. „Lexikon der kel­ti­schen Mytho­logie.“ Mün­chen (Diede­richs), 1992, S. 93. Nach Arbois de Jubain­ville, Henry de „Intro­duc­tion à l’étude de la lit­té­ra­ture cel­tique.“ Osna­brück (Otto Zeller), 1969 (Nach­druck der Auf­lage von 1883) (Cours de lit­té­ra­ture cel­tique, Bd. I) S. 46 bedeutet fili „voyant“, d.h. „sehend“.

[94] Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les Druides.“ Rennes2 (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité. Hg.: Lucien Bély), 1993 [deutsch: „Die Druiden. Mythos, Magie und Wirk­lich­keit der Kelten.“ Engerda2 (Arun), 1998], S. 47 betonen, dass es keinen Gegen­satz zwi­schen Druide und fili gegeben habe, son­dern dass viel­mehr beide Seiten ihre Fähig­keiten soli­da­risch ein­ge­setzt hätten.

[95] Nach Mac Neill, Eoin „Celtic Ire­land.” Dublin (Martin Lester) und London (Leo­nard Par­sons), 1921, S. 25 habe es anfäng­lich keine klare Tren­nung zwi­schen filid und Druiden gegeben. Dies sei erst später geschehen: The adop­tion of Chris­tia­nity placed a ban on drui­dism, but the secular men of lear­ning did not quite lose their drui­dical cha­racter. For cen­tu­ries after St. Patrick’s time, the poets pre­served a know­ledge of drui­dical incan­ta­tions and laid claim to super­na­tural powers. They pre­served also the drui­dical system of edu­ca­tion and the pri­vi­leges of the drui­dical order.”

[96]Le Roux, Fran­çoise und Guyon­varc’h, Christian‑J „Les Druides.“ Rennes2 (Édi­tions Ouest-France Uni­ver­sité. Hg.: Lucien Bély), 1993 [deutsch: „Die Druiden. Mythos, Magie und Wirk­lich­keit der Kelten.“ Engerda2 (Arun), 1998], S. 247–248, 256.

[97] Nach Birkhan, Helmut „Kelten. Ver­such einer Gesamt­dar­stel­lung ihrer Kultur.“ Wien2 (Verlag der Öster­rei­chi­schen Aka­demie der Wis­sen­schaften), 1997, S. 795 seien es immer die Gräber kel­ti­scher Göt­tinnen gewesen, die als Keim­zelle für die vier Hoch­feste der Iren fungierten.

[98] Zur Pseu­doety­mo­logie des Orts­na­mens in den Rennes Dind­sen­chas siehe Stokes, Whitley „The Prose Tales in the Rennes Dind­sen­chas.“ In: „Revue Cel­tique.“ Vol. XV. Nr. 1. Begründet von Henri Gaidoz. Hg.: Henry d’Arbois de Jubain­ville unter Mit­ar­beit von J. Loth u.a. Paris (Libr­airie Émile Bouillon), Januar 1894, S. 463–464.

[99] Meyer, Kuno „Echtra Nerai – The Adven­ture of Nera“, S. 1 und 4 auf https://​doc​player​.net/​9​1​2​2​8​3​0​-​E​c​h​t​r​a​e​-​n​e​r​a​i​-​t​h​e​-​a​d​v​e​n​t​u​r​e​-​o​f​-​n​e​r​a​e​.​h​tml

[100] Koch, John T. und Carey, John (Hg.)„The Celtic Heroic Age. Literary Sources for Ancient Celtic Europe and Early Ire­land and Wales.“ Malden2 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions), 1995 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions I), S. 117–118

[101] Koch, John T. und Carey, John (Hg.)„The Celtic Heroic Age. Literary Sources for Ancient Celtic Europe and Early Ire­land and Wales.“ Malden2 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions), 1995 (Celtic Stu­dies Publi­ca­tions I), S. 118

[102] dto.

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