Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt kippt implizit die Impf­pflicht, weil sie unver­hält­nis­mäßig und ver­fas­sungs­widrig ist

Gast­autor: Andy Pop­pen­berg

Danke für die freund­liche Erlaubnis von Andy Pop­pen­berg, diesen Bei­trag auch bei uns ver­öf­fent­li­chen zu dürfen, mit dem wir unseren Lesern einen alter­na­tiven Blick auf ein Thema ermög­li­chen wollen. Auf Grund­lage dieses Arti­kels ent­stand auch sein Video, auf­zu­finden u. a. unter hier.


Am 10. Dezember 2021 wurde die ein­rich­tungs­be­zo­gene Impf­pflicht[1] für das Per­sonal von Heil- und Pfle­ge­be­rufen beschlossen. Sie trat am 15. März 2022 in Kraft und hat das Ziel, vul­nerable Gruppen von immun­schwa­chen und alten Men­schen vor einer Infek­tion mit dem Sars-CoV‑2 Virus durch das Per­sonal der Ein­rich­tungen zu schützen. Die Eil­an­träge gegen die ein­rich­tungs­be­zo­gene Impf­pflicht wurden im Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 10. Februar 2022 mit der Begrün­dung abge­lehnt, dass ja keine all­ge­meine Pflicht besteht, sich impfen zu lassen, jeder immer noch die freie Ent­schei­dung hat, seinen Beruf wech­seln oder auf­geben kann, nie­mand in den betrof­fenen Berufen arbeiten muss. Ist die ein­rich­tungs­be­zo­gene Impf­pflicht nach Ansicht des Ver­fas­sungs­ge­richts also grund- und men­schen­rechts­kon­form, so ist sie doch trotzdem sinnlos und damit unver­hält­nis­mäßig, denn das angeb­liche Ziel des Fremd­schutzes wird durch die vor­han­denen Impf­stoffe nicht erreicht.

Die Imp­fung schützt weder vor einer Infek­tion, noch der Wei­ter­gabe des Virus. Schrieb das RKI noch am 14. Januar 2022: „Die Imp­fung bietet grund­sätz­lich einen guten Schutz vor COVID-19, ins­be­son­dere gegen schwere Erkran­kung und Hos­pi­ta­li­sie­rung…“[2], so wurde die Emp­feh­lung am 28. Februar 2022 dahin­ge­hend geän­dert, dass gar keine Schutz­wir­kung vor der COVID-19 Infek­tion, son­dern nur noch vor schwerem Ver­lauf und Hos­pi­ta­li­sie­rung behauptet wird: „Die Imp­fung bietet grund­sätz­lich einen guten Schutz vor schwerer Erkran­kung und Hos­pi­ta­li­sie­rung durch COVID-19…“.[3] Die Imp­fung des gesamten Per­so­nals im Gesund­heits­wesen würde also maximal das gesamte Per­sonal des Gesund­heits­we­sens vor­über­ge­hend vor einem schweren Ver­lauf schützen, aber deren unge­impfte Pati­enten weder vor einer Infek­tion noch einem schweren Ver­lauf. Die Pati­enten wären nur dann vor­über­ge­hend geschützt, wenn sie selber geimpft sind. Will man die­je­nigen schützen, die sich nicht selber impfen lassen können, so muss man andere Impf­stoffe ent­wi­ckeln oder Medi­ka­mente anwenden, die wirksam einen schweren Ver­lauf verhindern.

Aber viel inter­es­santer am Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts gegen die Eil­an­träge zur ein­rich­tungs­be­zo­genen Impf­pflicht ist, dass diese Ent­schei­dung implizit ein klares Urteil gegen eine all­ge­meine Impf­pflicht ist. Das Argu­ment, dass die ein­rich­tungs­be­zo­gene Impf­pflicht trotz mög­li­cher und sogar töd­li­cher Neben­wir­kungen ver­fas­sungs­kon­form ist, beruht auf der freien Wahl für jeden Betrof­fenen, der Imp­fung durch Wechsel des Berufs ent­gehen zu können. Bei einer all­ge­meinen Impf­pflicht, ob für alle Erwach­senen oder nur bestimmte Alters­gruppen, kann aber nie­mand irgendwas kün­digen oder wech­seln, um der Imp­fung und den vom Gericht explizit aner­kannten auch töd­li­chen Folgen zu ent­gehen. Eine all­ge­meine Impf­pflicht ist somit schon nach Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 10. Februar 2022 nicht verfassungskonform.

Doch nicht erst die all­ge­meine Impf­pflicht ist ver­fas­sungs­widrig, son­dern schon die Abstim­mung dar­über. Wenn das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt aner­kannt hat, dass diese mRNA-Impf­stoffe Schäden bis hin zum Tod in ein­zelnen Fällen zur Folge haben, dann würde eine all­ge­meine Impf­pflicht bedeuten, dass die Abge­ord­neten des Bun­des­tags über Leben und Tod von Men­schen ent­scheiden. Würden die Abge­ord­neten dar­über abstimmen, dass es auf der Auto­bahn keine Geschwin­dig­keits­be­gren­zung geben soll, auch wenn sta­tis­tisch bewiesen ist, dass dies eine bestimmte Anzahl an Ver­kehrs­toten zur Folge hat, dann ist es jedem Bürger immer noch selbst über­lassen, wie schnell er dort fährt und ob er die Auto­bahn über­haupt benutzt. Jeder hat wei­terhin eine freie Ent­schei­dung, kann seiner eigenen Risi­ko­be­reit­schaft ent­spre­chend zwi­schen meh­reren Alter­na­tiven wählen, selbst wenn manche davon einen mög­li­chen Schaden für ihn bedeuten. Das gilt auch noch bei der ein­rich­tungs­be­zo­genen Impf­pflicht, wo jeder immer noch die Mög­lich­keit hat, der Imp­fung durch Wechsel des Berufs zu ent­gehen. Bei einer all­ge­meinen Impf­pflicht, egal für welche Alters­gruppen, geht das nicht mehr. Da ver­fas­sungs­ge­richt­lich aner­kannt ist, dass es Todes­fälle geben wird, ist die all­ge­meine Impf­pflicht de facto eine Todes­strafe für die­je­nigen, die durch die Imp­fung sterben werden, weil es für nie­manden eine legale Mög­lich­keit gibt, dem zu ent­kommen. Und die­je­nigen, die bis jetzt nicht geimpft sind, haben nicht aus Mangel an Gele­gen­heit oder Infor­ma­tion noch keine Imp­fung erhalten, son­dern sich bewusst und trotz des Drucks von Politik und Medien dagegen ent­schieden. Es über­schreitet die Kom­pe­tenzen der Abge­ord­neten, denen doch nur auf Zeit poli­ti­sche Macht ver­liehen wurde und die weder Richter noch Henker sind, Todes­strafen zu ver­hängen. Das hatten wir schon mal in Deutsch­land, dass Men­schen zu ille­galem und gegen Gesetze ver­sto­ßendem Ver­halten oder zur Aus­wan­de­rung gezwungen werden, um zu über­leben. Selbst wenn die Frei­wil­lig­keit der Imp­fung, dass unge­impft bleiben kann, wer will, in einigen Fällen bei Risi­ko­gruppen zu Todes­folgen durch COVID-19 führt, spielen für jeden Betrof­fenen sowohl zufäl­lige Umstände als auch eigene Ent­schei­dungen über indi­vi­du­elle Schutz­maß­nahmen eine Rolle. Die Ent­schei­dung der Abge­ord­neten gegen eine all­ge­meine Impf­pflicht wäre also keine Ent­schei­dung über Leben und Tod, mithin keine Zumu­tung, weil es Alter­na­tiven gibt.

Von diesen ver­fas­sungs­mä­ßigen Betrach­tungen abge­sehen, gibt es auch gesund­heit­liche Gründe gegen eine Impf­pflicht. Die Ver­ab­rei­chung eines jeden medi­zi­ni­schen Prä­pa­rats erfor­dert eine indi­vi­du­elle Risiko-Nutzen-Ana­lyse. Je größer die Wahr­schein­lich­keit zu erkranken ist und je größer die gesund­heit­li­chen Aus­wir­kungen der Erkran­kung sind, desto größer wird die Bereit­schaft sein, Neben­wir­kungen in Kauf zu nehmen. Wer beson­ders gefährdet oder schon krank ist und an Schmerzen und kör­per­li­chen Ein­schrän­kungen leidet, der ist eher bereit, medi­ka­men­töse Neben­wir­kungen hin­zu­nehmen, als der­je­nige, der gesund und frei von jeg­li­chem Lei­dens­druck ist. Der fun­da­men­tale Unter­schied zwi­schen Imp­fungen und Medi­ka­menten ist, dass Imp­fungen stets gesunden Men­schen ver­ab­reicht werden, um sie vor einer über­trag­baren Krank­heit zu schützen, indem durch Immu­nität die Infek­tion mit dem Krank­heits­er­reger ver­hin­dert wird, wäh­rend Medi­ka­mente bei bereits Erkrankten einen bestehenden Krank­heits­ver­lauf abkürzen und mil­dern und so einen schweren Ver­lauf und den Tod ver­hin­dern. Wer geimpft wird, hat also nie einen akuten Lei­dens­druck, son­dern muss der für ihn indi­vi­duell vor­han­denen Wahr­schein­lich­keit für gesund­heit­liche Schäden im Falle einer Infek­tion die Wahr­schein­lich­keit für gesund­heit­liche Schäden infolge der Imp­fung gegen­über stellen.

Das Risiko für uner­wünschte Neben­wir­kungen oder gar Schäden durch die Imp­fungen ist aber noch gar nicht kal­ku­lierbar. Die tele­sko­pierten Zulas­sungs­stu­dien der Impf­stoff­her­steller lassen keine Aus­sagen über lang­fris­tige Aus­wir­kungen zu. Die ein­zige Lang­zeit­studie ist die Impf­kam­pagne selbst, deren Ver­dachts­fälle aber weder aus­rei­chend erfasst noch öffent­lich dis­ku­tiert werden. Die Dis­kre­panz zwi­schen den bis zum 31. Dezember 2021 beim PEI für ganz Deutsch­land gemel­deten 244.576 Impf­ne­ben­wir­kungen[4] und den allein bei der BKK Pro Vita für elf Mil­lionen Ver­si­cherte behan­delten und abge­rech­neten 216.695 Impf­schäden[5] lässt eine enorme Unte­r­er­fas­sung der­selben min­des­tens um den Faktor 5 ver­muten. Hinzu kommt die deut­lich gestie­gene Sterb­lich­keit 2021 im Ver­gleich zu 2020[6], für die ein Zusam­men­hang mit den Imp­fungen noch gar nicht aus­ge­schlossen werden kann.

Dass diese Impf­stoffe keine Immu­nität, mithin keinen Fremd­schutz bieten, son­dern maximal eine Zeit­lang vor schwerem Ver­lauf schützen, hat das PEI schon im Sommer 2021 aner­kannt und seine Aus­sage vom 15.08.2021: „COVID-19-Impf­stoffe schützen vor Infek­tionen mit dem SARS-CoV‑2 Virus“[7], bereits drei Wochen später am 07.09.2021 kor­ri­giert: „COVID-19-Impf­stoffe schützen vor einem schweren Ver­lauf einer Infek­tion mit dem SARS-CoV‑2 Virus[8]. 93 % der Männer und 92 % der Frauen, die an und mit COVID-19 gestorben sind, waren über 60 Jahre alt. Das Risiko für schweren Ver­lauf und Tod infolge einer Coro­na­in­fek­tion für unter 60-Jäh­rige ist also extrem gering. Kinder und Jugend­liche erleben meist einen sehr milden bis sym­ptom­losen Ver­lauf. An Covid starben bis April 2021, also vor der Imp­fung 4 Kinder[9], in der Saison 2018/19 an Influ­enza dagegen 116[10] und bei Ver­kehrs­un­fällen im Jahr 2019 55[11].

Mit Stand 30. März 2022 sind ins­ge­samt 74 Kinder und Jugend­liche unter 20 Jahren an und mit Covid-19 gestorben. Das sind 0,06 % aller Coro­na­toten. Schon allein daraus ergäbe sich kein Nutzen, mithin keine Not­wen­dig­keit der Imp­fung für Kinder, Jugend­liche und gesunde Erwach­sene. Wer keinen schweren Ver­lauf zu befürchten hat, der muss sich auch nicht davor schützen, trägt aber das Risiko von uner­wünschten Neben­wir­kungen. Ange­sichts der 26.000 Coro­na­toten[12], die es 2021 mehr gab als 2020, als noch alle unge­impft waren, ist es schwer vor­stellbar, dass die Imp­fungen zwar vor einem schweren Ver­lauf schützen, nicht aber vor dem Tod.

Wenn der Schaden, mithin das Risiko nicht abge­schätzt werden kann, weil es eine enorme Unte­r­er­fas­sung der Schäden gibt, zu denen aber keine wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chungen gemacht werden; wenn der Nutzen für bestimmte Gruppen gleich null ist, weil die Imp­fung vor Infek­tion und Anste­ckung nicht schützt, diese Gruppen aber gar keinen schweren Ver­lauf zu befürchten, durch die Imp­fung nichts zu gewinnen haben, dann ist min­des­tens für diese Gruppen die Risiko-Nutzen-Ana­lyse negativ. Die Impf­stoffe haben einen Nutzen maximal für Risi­ko­gruppen, für die auf­grund einer akuten Immun­schwäche ein schwerer Krank­heits­ver­lauf wahr­schein­lich ist. Sie haben aber in diesen Fällen eher die Wir­kung von Medi­ka­menten, die keine prä­ven­tive Immu­nität her­stellen, son­dern nur den Krank­heits­ver­lauf bei bereits Infi­zierten und sym­pto­ma­tisch Erkrankten mil­dern und verkürzen.

Da zur not­wendig gebo­tenen Ver­hält­nis­mä­ßig­keit nicht nur die Berech­nung gehört, wie viel Schaden ein Prä­parat im ein­zelnen Men­schen anrichtet, son­dern auch wie vielen Men­schen es ver­ab­reicht, wie groß damit der gesell­schaft­liche Gesamt­schaden wird, stellt sich die Frage, warum nur und aus­schließ­lich auf das Mittel der Imp­fungen und dort allein auf die neu­ar­tige mRNA-Tech­no­logie gesetzt wurde. Warum haben wir nicht auch einen Teil der öffent­li­chen För­der­gelder in die Ent­wick­lung von klas­si­schen Grip­pe­schutz­imp­fungen inves­tiert? Die Grip­pe­schutz­imp­fung stellte eine echte Immu­nität her und wurde einmal pro Jahr, und zwar zu Beginn der Grip­pe­saison ver­ab­reicht. Kein Mensch kam früher auf die Idee, nicht nur mehr­mals in der Grip­pe­saison, son­dern mehr­mals pro Jahr, sowohl im Früh­ling als auch im Sommer gegen respi­ra­to­ri­sche Viren zu impfen, wo diese gar keine Rolle spielen. Und kein Mensch kam auf die Idee, den Impf­stoff der letzten oder vor­letzten Saison für die aktu­elle oder gar nächste Grip­pe­saison zu ver­wenden, für die voll­kommen unbe­kannt ist, welche Vari­anten wel­cher Viren in wel­chen Anteilen auf­treten werden. Warum haben wir nicht Gelder in die Ent­wick­lung von Medi­ka­menten inves­tiert, die wirksam einen schweren Krank­heits­ver­lauf ver­hin­dern? Das würde doch Hos­pi­ta­li­sie­rungen und die Über­las­tung der Inten­siv­betten – die es in der Pan­demie in Deutsch­land nie gegeben hat[13] — eben­falls redu­zieren, aber ins­ge­samt viel weniger Schaden anrichten. Selbst wenn die Medi­ka­mente pro 100000 Men­schen genauso viele und schwere uner­wünschte Neben­wir­kungen hätten wie die Impf­stoffe, wäre der Gesamt­schaden geringer, weil Medi­ka­mente nur bereits Erkrankte bekommen und nicht die kom­plette Bevöl­ke­rung. Im Inter­esse der Gesund­heit wäre das die bes­sere Option, im Inter­esse der Phar­ma­in­dus­trie sind natür­lich Impf­stoffe, die der Staat für seine ganze Bevöl­ke­rung kauft und für deren Schäden auch er und nicht der Her­steller haftet, die weitaus bes­sere Option. Warum wurden nicht ein­fach die Kapa­zi­täten der Kran­ken­häuser erhöht, mehr Inten­siv­betten geschaffen, das Per­sonal besser bezahlt und auf­ge­stockt oder zumin­dest auf dem Stand von 2019 erhalten, anstatt wäh­rend der gesamten Zeit der Pan­demie Kran­ken­häuser zu schließen[14] und Inten­siv­betten abzu­bauen[15]?

In Öster­reich wurde die Impf­pflicht mit der Begrün­dung aus­ge­setzt, sie sei wegen der nur typi­sche Grip­pe­sym­ptome ver­ur­sa­chenden Omi­kron­va­ri­ante unver­hält­nis­mäßig. Das impli­ziert, dass sie ver­hält­nis­mäßig sein wird, wenn eine aggres­si­vere Vari­ante des Virus auf­taucht. Abge­sehen davon, dass die gegen die Alpha­va­ri­ante ent­wi­ckelten Impf­stoffe schon bei Delta nicht mehr son­der­lich wirksam waren, gibt es aber einen viel stär­keren und vor allem von äußeren Ein­flüssen unab­hän­gigen, weil struk­tu­rellen Grund für die Unver­hält­nis­mä­ßig­keit. Die Impf­pflicht ist die ein­zige Option von allen, die einen Grund­rechts­kon­flikt mich sich bringt, einen Kon­flikt mit und Wider­spruch zu Grund- und Men­schen­rechten. Poli­ti­sche Ent­schei­dungen müssen so getroffen werden, dass sie die Grund­rechte ver­wirk­li­chen und der ver­fas­sungs­mä­ßigen Ord­nung ent­spre­chen. Gibt es ver­schie­dene Optionen, hat immer die­je­nige den Vor­rang, die Kon­flikte mit Grund­rechten ver­meidet. För­der­gelder bereit­stellen, um neben der gänz­lich neuen mRNA-Tech­no­logie, die noch nie eine Zulas­sung für Men­schen hatte, klas­si­sche Impf­stoffe und Medi­ka­mente zu ent­wi­ckeln oder die Kapa­zi­täten des Gesund­heits­sys­tems auf­sto­cken, hätten nur wei­tere Kosten ver­ur­sacht. Das stünde nicht im Wider­spruch zu Grund­rechten und wäre des­halb zwin­gend geboten. Die Impf­pflicht aber bringt Kon­flikte mit gleich meh­reren Grund­rechten, min­des­tens der kör­per­li­chen Unver­sehrt­heit, der Frei­heit und der Würde des Men­schen mit sich. Ich hab bereits gezeigt, dass es ein Grund­recht auf gesund­heit­liche Unver­sehrt­heit nicht gibt und die sai­sonal bedingte, zufäl­lige Infek­tion mit einer über­trag­baren Krank­heit keine Kör­per­ver­let­zung ist. Wieso wird in der Politik nur dieser eine Weg dis­ku­tiert, der Grund­rechts­kon­flikte erst schafft und die anderen, die die Ziele genauso gut oder schlecht, aber ohne Kon­flikt mit Grund- und Men­schen­rechten errei­chen würden, noch nicht einmal erwähnt? Da sich 76 % der Deut­schen und 88 % der über 50-Jäh­rigen ohnehin schon haben frei­willig impfen lassen, geht es bei der Impf­pflicht also nur noch um 12 oder 24 % der Bevöl­ke­rung, die unbe­dingt, gegen ihren Willen und gegen jede Ver­nunft zur Imp­fung gezwungen werden sollen. Es drängt sich der Ver­dacht auf, dass es nicht um den Schutz von Gesund­heit und Leben der Men­schen geht, son­dern dass nie­mand ohne mRNA Injek­tion übrig bleiben darf, dass diese nicht das Mittel, son­dern der Zweck selbst ist.

Die Men­schen­rechte finden bei uns Aus­druck in den Grund­rechten, sie gründen auf der Würde und Frei­heit eines jeden ein­zelnen Men­schen, nicht eines Kol­lek­tivs oder einer Gemein­schaft. Dass die Impf­pflicht trotz des Wider­spruchs zu den Men­schen­rechten und der nega­tiven Risiko-Nutzen-Kal­ku­la­tion über­haupt noch dis­ku­tiert wird, zeigt, dass es weder um Men­schen­rechte noch Gesund­heit geht. Die Men­schen werden wieder zu Objekten staat­li­cher Willkür ohne Würde und poli­ti­sche Mün­dig­keit, zum paten­tierten Nutz­vieh und zu Leib­ei­genen der Kon­zerne und Mil­li­ar­däre. Es wird eine kol­lek­ti­vis­ti­sche Gesell­schaft geschaffen, die in keiner Weise unserer ver­fas­sungs­mä­ßigen Ord­nung ent­spricht. Dem Streit, ob das ein neuer Faschismus oder ein welt­weiter Kom­mu­nismus ist, halte ich ent­gegen: es wird ein Neo­feu­da­lismus unter der Herr­schaft des Geld­adels sein.

„Daten können es mensch­li­chen Eliten ermög­li­chen, etwas noch Radi­ka­leres zu tun, als bloß digi­tale Dik­ta­turen zu errichten. Durch das Hacken von Orga­nismen könnten Eliten die Macht erlangen, die Zukunft des Lebens selbst neu zu gestalten. Denn, sobald Sie etwas hacken können, können Sie es übli­cher­weise auch gestalten. … In der Ver­gan­gen­heit wollten viele Tyrannen und Regie­rungen das tun, aber nie­mand ver­stand Bio­logie gut genug. Und nie­mand hatte genug Rechen­leis­tung und Daten, um Mil­lionen von Men­schen zu hacken. Weder die Gestapo, noch der KGB konnten es tun. Aber bald werden zumin­dest einige Unter­nehmen und Regie­rungen in der Lage sein, alle Men­schen sys­te­ma­tisch zu hacken. … Die Wis­sen­schaft ersetzt Evo­lu­tion durch natür­liche Aus­lese, mit Evo­lu­tion durch intel­li­gentes Design. Nicht das intel­li­gente Design irgend­eines Gottes über den Wolken, son­dern unser intel­li­gentes Design und das intel­li­gente Design unserer Daten­wolken, die IBM-Cloud, die Micro­soft-Cloud, dies sind die neuen Trieb­kräfte der Evo­lu­tion. … Mein Gehirn, mein Körper, mein Leben. Gehört es mir oder irgend­einem Unter­nehmen oder der Regie­rung? Oder viel­leicht dem mensch­li­chen Kol­lektiv?“[16]

Gast­bei­träge geben immer die Mei­nung des Autors wider, und ermög­li­chen unseren Lesern unter­schied­liche Blick­winkel, um sich eine Mei­nung bilden bzw. Wissen erlangen zu können. 

Das ursprüng­lich ver­knüpfte Video fiel bei You­Tube der Zensur zum Opfer.


[1] https://​dserver​.bun​destag​.de/​b​t​d​/​2​0​/​0​0​1​/​2​0​0​0​1​8​8​.​pdf

[2] https://web.archive.org/web/20220210132159/https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html

[3] https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​A​Z​/​N​/​N​e​u​a​r​t​i​g​e​s​_​C​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​R​i​s​i​k​o​b​e​w​e​r​t​u​n​g​.​h​tml

[4] https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27–12-20-bis-31–12-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5&idU=1

[5] https://​corona​-blog​.net/​2​0​2​2​/​0​2​/​2​4​/​e​i​n​-​b​r​i​e​f​-​d​e​s​-​b​k​k​-​v​o​r​s​t​a​n​d​s​-​a​n​-​d​e​n​-​p​e​i​-​p​r​a​e​s​i​d​e​n​t​e​n​-​o​f​f​e​n​b​a​r​t​-​d​a​s​-​w​a​h​r​e​-​a​u​s​m​a​s​s​-​a​n​-​i​m​p​f​n​e​b​e​n​w​i​r​k​u​n​g​en/

[6] http://​wider​stand​jetzt​.de/​S​t​e​r​b​l​i​c​h​k​e​i​t​2​0​2​1​.​h​tml

[7] https://​web​.archive​.org/​w​e​b​/​2​0​2​1​0​8​1​4​0​1​3​7​4​0​/​h​t​t​p​s​:​/​w​w​w​.​p​e​i​.​d​e​/​D​E​/​a​r​z​n​e​i​m​i​t​t​e​l​/​i​m​p​f​s​t​o​f​f​e​/​c​o​v​i​d​-​1​9​/​c​o​v​i​d​-​1​9​-​n​o​d​e​.​h​tml

[8] https://​web​.archive​.org/​w​e​b​/​2​0​2​1​0​9​0​7​1​3​5​4​2​1​/​h​t​t​p​s​:​/​w​w​w​.​p​e​i​.​d​e​/​D​E​/​a​r​z​n​e​i​m​i​t​t​e​l​/​i​m​p​f​s​t​o​f​f​e​/​c​o​v​i​d​-​1​9​/​c​o​v​i​d​-​1​9​-​n​o​d​e​.​h​tml

[9] https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18–04-2021/

[10] https://​www​.merkur​.de/​w​e​l​t​/​c​o​r​o​n​a​-​k​i​n​d​e​r​-​r​i​s​i​k​o​-​i​n​f​e​k​t​i​o​n​-​g​r​i​p​p​e​-​v​e​r​g​l​e​i​c​h​-​t​o​d​e​s​f​a​l​l​e​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​-​e​x​p​e​r​t​e​n​-​d​a​t​e​n​-​z​a​h​l​e​n​-​z​r​-​9​0​4​7​0​9​4​2​.​h​tml

[11] https://​www​.ver​kehrs​wacht​-medien​-ser​vice​.de/​k​i​n​d​e​r​g​a​r​t​e​n​/​k​i​n​d​e​r​-​i​m​-​s​t​r​a​s​s​e​n​v​e​r​k​e​h​r​/​s​t​a​t​i​s​t​i​k​-​k​i​n​d​e​r​u​n​f​a​e​l​le/

[12] https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​A​Z​/​N​/​N​e​u​a​r​t​i​g​e​s​_​C​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​P​r​o​j​e​k​t​e​_​R​K​I​/​C​O​V​I​D​-​1​9​_​T​o​d​e​s​f​a​e​l​l​e​.​h​tml

[13] https://​www​.rubikon​.news/​a​r​t​i​k​e​l​/​d​i​e​-​i​n​t​e​n​s​i​v​b​e​t​t​e​n​-​l​uge

[14] https://​www​.aerz​te​blatt​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​1​2​9​9​2​0​/​3​4​-​K​r​a​n​k​e​n​h​a​e​u​s​e​r​-​w​e​r​d​e​n​-​m​i​t​-​M​i​t​t​e​l​n​-​a​u​s​-​S​t​r​u​k​t​u​r​f​o​n​d​s​-​g​e​s​c​h​l​o​s​sen

[15] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/128476/Intensivmediziner‑4–000-Intensivbetten-weniger-seit-Jahresbeginn

[16] https://​www​.ynha​rari​.com/​w​e​f​2​0​18/

[17] https://​www​.planet​-today​.com/​2​0​2​2​/​0​3​/​k​l​a​u​s​-​s​c​h​w​a​b​s​-​w​e​f​-​h​u​m​a​n​s​-​a​r​e​-​n​o​w​.​h​tml

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Frank
Frank
5 Monate zuvor

Das Video ist auf You­tube nicht mehr erreichbar. Ist es viel­leicht noch irgend wo anders abrufbar?

Vera Veritas
Editor
Reply to  Frank
5 Monate zuvor

Lieber Frank, dass Video ist noch ganz normal abrufbar.

Frank
Frank
Reply to  Vera Veritas
5 Monate zuvor

Der erste Link im ersten Abschnitt in dem Ihr Euch bedankt ist weder mit noch ohne dem Punkt am Ende aufrufbar.
Den meine ich.
Vielen Dank und LG
Frank

Vera Veritas
Editor
Reply to  Frank
5 Monate zuvor

Lieber Frank, da es offen­sicht­lich zu Ver­wir­rungen mit dem Punkt des Satz­endes kommt, habe ich den Link nun aktiv gestellt. Das Video befindet sich aber auch unten im Artikel.
Ich danke herz­lichst zurück.
VV

Andy Poppenberg
Reply to  Frank
5 Monate zuvor

Nur noch bei Tele­gram: https://t.me/NeuesvomKetzer/75